Keine Angst vor Technik

Lange in der eigenen Wohnung leben können – das wünschen sich die meisten Menschen. Doch mitunter ist das schwer, schließlich ist im Notfall niemand direkt zur Stelle. Das „Internet der Dinge“ – bisher vor allem durch Anwendungen in Produktion und Logistik bekannt – kann auch in diesem Bereich seine Vorteile ausspielen, und zwar, indem es älteren Menschen assistiert und ihnen möglichst lange das Wohnen in ihrer gewohnten Umgebung ermöglicht.

Reale Gegenstände via Informations- und Kommunikationstechniken untereinander und mit der virtuellen Welt der Computer zu verknüpfen, darauf zielt das „Internet of Things“, kurz IoT ab. Das „Internet der Dinge“ beschreibt Technologien, mit denen sich physische und virtuelle Gegenstände miteinander verbinden lassen. Gegenstände können mithilfe einer IoT-Infrastruktur zunehmend drahtlos miteinander kommunizieren und Aufgaben automatisiert erledigen – der Mensch muss nicht mehr unbedingt eingreifen. Bislang wird die Zweckmäßigkeit des Internets der Dinge vor allem in Produktions- und Logistikfragen gesehen, doch auch bei einer anderen Herausforderung kann das IoT eine Schlüsselrolle spielen, mit der Europa in den kommenden Jahrzehnten konfrontiert sein wird: Und zwar bei der alternden Bevölkerung.

„ACTIVAGE“: Pilotprojekt der EU

Was das IoT für den Bereich Ambient Assisted Living bedeuten kann, zeigte das EU-Projekt „ACTIVAGE“. Am 45-monatigen, im Oktober 2020 erfolgreich beendeten Pilotprogramm waren 12 Regionen in neun Ländern beteiligt. Das deutsche Fraunhofer-Institut für Graphische Daten- verarbeitung IGD brachte seine Kompetenzen ein.